Sonntag, 15. Februar 2015

NEUER BLOG

Hallo zusammen,

ich hab jetzt beschlossen, dass meine Homepage umzieht.

Die neuen Folgen findet ihr ab jetzt hier:

Die alten Folgen werde ich dort nach und nach hinzufügen, allerdings ohne die Links in den Shownotes.

Liebe Grüße,
eure MucklPu

Montag, 17. März 2014

Faserstudie: Islandschaf

Quelle: Thomas Quine,
http://www.flickr.com/photos/quinet/3305074863/

Allgemeine Daten:

  • Faserlänge
Deckhaar (Tog): 10-45 cm
Unterwolle (Thel): 5-10 cm

  • Vliesfarbe: Ein breites Spektrum  weiß, hellbraun, braun, grau, schwarz und Mischungen daraus

  • Faserstärke
Deckhaar (Tog): 27-31 Mikrometer
Unterwolle (Thel): 19-22 Mikrometer

  • Menge an Wolle pro Schur
1,8-3,2 kg

  • Merkmal(e): Das längere Tog kann leicht lockig sen, das kürzere Thel ist dagegen mehr gekräuselt.



Quelle: JuTa,
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Icelandic-Sheep-20030608.JPG
Die Isländische Schafe wurden zwischen 870 und 930 von den Wikingern nach Island gebracht. Danach wurde noch vereinzelt schaft nach Island gebracht, aber ziemlich bald danach dürften keine Schafe mehr importiert werden. Dadurch ist die Rasse eine der reinsten der Welt.
In Island werden die Schafe hauptsächlich wegen dem Fleisch gezüchtet, aber weltweit sind sie eher für ihre Wolle bekannt.


Das Islandschaf gehört zu den nordischen Kurzschwanzschafen. Sie sind mittelgroß, haben eher kurze Beine und sind kräftig gebaut. Sie haben ein Double-Coated Vlies. Das Deckhaar wird Tog genannt und die Unterwolle Thel. Das Deckhaar wird 10-45 cm lang, ist wasserabweisend und sehr resistent. Die Daunen-artige Unterwolle Thel wird ungefähr 5-10 cm lang.

Dadurch, dass das Vlies der Islandschafe von Natur aus weniger Lanolin enthält ist der Verlust des Gewichtes nach dem Waschen des Vlieses weitaus geringer als bei vielen anderen Rassen.

Das isländische Vlies kann man auch ohne spinnen gut verstricken. Dazu es nur leicht eingedreht. Diese unversponnenen Kammzüge nennen sich Lopi und werden gemischt aus Tog und Thel hergestellt. Lopi wird nur aus der Wolle von Islandschafen hergestellt. Beim Sticken selbst ist der Strang etwas fragil, aber wenn es etwas angefeuchtet ist, klebt es gut zusammen.




Zu meinem Sampler:

1 oc in der Farbe schwarz mit ein bisschen weiß/grau

Die Faserlänge in meinem Sampler betrug bis zu 27 cm. Im Großen und Ganzen hatte ich hauptsächlich Tog.


Beim Verspinnen hab ich mir durch die für mich ungewöhnliche Länge der Fasern etwas schwer getan. Dadurch ist der Faden ziemlich inkonsistent geworden. Das Vlies selbst fühlt sich ziemlich kratzig an, was ebenfalls auf viel Tog hindeutet.

Single:



Verzwirnt:

Da ich nur 1oz hatte, habe ich eine für mich neue Methode des Verzwirnens ausprobiert: Andean Plying
Dabei wird der Faden in einem bestimmten Muster um eine Hand gewickelt. Dadurch entsteht ein Knäuel von dem man den Anfangs- und den Endfaden zusammen verzwirnen kann.
Auf Youtube findet ihr dazu viele Videos. Ich selbst habe es durch einen Craftsy-Kurs gelernt.






Das entstandene Knäuel ist sehr robust und ziemlich "haarig". Es kratzt sehr und ist meiner Meinung nach nur für Überbekleidung sinnvoll. Die Farbe und der Schimmer des Garns gefällt mir allerdings sehr gut.



Fazit:

Wenn ich noch einmal Vlies vom Islandschaf spinnen sollte, dann müsste es Thel sein. Das Tog ist mir für's Spinnen einfach zu lang und nicht weich genug. Eventuell würde ich auch probieren, nur einen Lopi zu drehen und direkt davon zu stricken.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,

Mucklpu


Quellen:

Sonntag, 23. Februar 2014

Strickmich! Club: Lieferung 1

Hallo zusammen,

Ende letzen Jahres habe ich mich nach langem hin und her doch dazu entschieden, dem Strickmich! Club beizutreten.

Bei diesem Club bekommt man im Jahr 2014 insgesamt vier Lieferungen mit jeweils einem Strang Wolle von deutschen HandfärberInnen. Sowie eine dazu passende Strickanleitung von Martina Behm.
Bei den HandfärberInnen handelt es sich um welthase, DyeForYarn, Wollmeise, und Wollkenschaf.

Die Strickanleitungen von Martina Behm finde ich zum großen Teil interessant und von den HandfärberInnen kannte ich bisher nur Wollmeise. Von daher fand ich den Club sehr interessant.
Was mich zögern ließ, war der Preis von 146€ plus Versand in die EU von 43,20€.
Macht also knapp 50€ pro Lieferung. Ich habe mich dann aber doch dazu entschieden und mir den Club gegönnt.

Ich möchte hier auch nicht über den Preis diskutieren, aber für alle, die es für Wucher halten möchte ich nur sagen, rechnet das ganze mal durch, mit den Preisen für die Wolle, für die Anleitungen und den gesamten Koordinationsaufwand. Dann ist es eigentlich doch nicht mehr so viel ;-)

Nun zur 1. Lieferung:


Was ist nett fand, war, dass Pakete an ausländische Adressen zuerst versandt wurden.  Dadurch konnten die Unterschiede bei den Versanddauern vermindert werden. Und zum großen Teil haben wir EU-Ausländer die Pakete noch vor den Inländern erhalten. Was ausnahmsweiße auch mal ganz schön ist. ;-)

Das Päkchen war sehr gut verpackt. Ich bekomme öfters Pakte aus Amerika wo alles einfach in eine Tüte geworfen wurde und der Inhalt dann ziemlich zerknittert ankommt. Dem war hier nicht so.
 
Im Paket war folgendes enthalten:
1 Strang Wolle von DyeForYarn (25% Seide, 75% Wolle)
1 Anleitung für "Knit Your Love" von Martina Behm  
1 Maßband
1 Knit Your Love Sticker
1 Maschenmarkierer (Von ihm hab ich kein Bild gemacht, es war ein Plastikherz was mir überhaupt nicht gefallen hat. Keine Ahnung wo er jetzt ist)



 

Insgesamt war ich etwas enttäuscht.
Die Wolle in fast solidem rot finde ich etwas langweilig und ich muss gestehen, ich kaufe selten einfärbige Stränge von HandfärberInnen, außer ich habe ein bestimmtes Projekt im Kopf und der Preis ist nicht zu hoch.
Außerdem musste ich extrem aufpassen, dass ich die Wolle nicht "splitte"das ist mir ständig passiert, da sie meiner Meinung nach nicht soooo stark verzwirnt ist. Einige aus dem Club haben auch bis zu 5 Gramm weniger Woller erhalten und/oder hatten Probleme mit Knoten und Woll-Wirr-Warr beim Aufwickeln. Das kann ich nicht bestätigen. Ich hatte ziemlich genau 100 Gramm und sie ließ sich gut wickeln.

Die Anleitung, passend zum rot und passend zum Februar (Valentinstag), ist ein asymetrisches Tuch mit Herzchen an einer Seite. Eigentlich leider auch so überhaupt nicht mein Stil.
Ich hab lange gegrübelt, ob ich das Tuch überhaupt stricken soll. Schließlich habe ich es doch gestrickt und es ist ganz nett geworden.
Vermutlich wird es aber über kurz oder lang seinen Besitzer wechseln.

Die Anleitung selbst ist gut geschrieben und das Tuch ist, wie von Martina gewohnt, recht einfach zu stricken.
Nach 5-6 Herzchen konnt ich das Muster dann auswendig.


Hier ein paar Bilder:







Die "Goodies" sind meiner Meinung nach nicht notwendig. Lieber dann den Club etwas günstiger machen und daran sparen. Wie oben schon erwähnt, der Maschenmarkierer ist überhaupt nicht mein Fall. Das Maßband ist schön und nützlich (aber nicht notwendig). Und den Sticker brauch ich auch nicht.

Ich bin gespannt auf das nächste Paket und hoffe, dass es etwas mehr zu meinem Stil passt.
Aber die Gefahr besteht ja immer bei Woll-Clubs und daher bin ich auch nicht zu traurig.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
MucklPu

Samstag, 25. Januar 2014

Langzeitprojekt: Faserstudie



Hallo zusammen,

diese Woche ist bei mir ein sehnsüchtig erwartetes Paket von woolgatherings eingetroffen.

Unter Anderem war darin ein Fiber Sampler Pack mit 24 Fasern von verschiedensten Rassen zu je 1 oz (~28 g) enthalten.

Hier ein Foto von den Leckerlis:

Folgende Rassen sind enthalten:
California Variegated Mutant (CVM)
Cheviot
Cormo
Corriedale
Devon
Dorset Horn
Finnish
Gotland
Herdwick
Icelandic
Jacob
Lincoln
Manx Loaghtan
Masham
Norwegian
Polwarth
Shetland
Southdown
Suffolk
Swaledale
Teeswater
Texel
Welsh
Wensleydale

Ich habe mir vorgenommen die Fasern so nach und nach (zwischen anderen Spinnprojekten) zu verspinnen und mir jeweils Notizen zu machen um sie miteinander vergleichen zu können.

Sofern es die Zeit zu lässt, werde ich meine Erfahrungen und Ergebnisse hier posten.
Außerdem bin ich am überlegen aus den versponnenen Fasern eine kleine Decke oder ähnliches zu stricken. Aber ich weiß nicht, ob ich dafür genug aus den 1 oz Musterpackungen herausbekomme.

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
MucklPu

Sonntag, 22. Dezember 2013

Der Adventskalender des Grauens



Hallo zusammen,

nun ist die Adventszeit schon fast vorbei und ich hab mich endlich genug beruhigt um euch von meiner Erfahrung mit dem Adventskalender von Buttinette zu erzählen.

Ich habe schon sehr lange mit dem wiederbefüllbaren Adventskalender von Buttinette geliebäugelt und ihn dann endlich bestellt.
Die erste Überraschung war, dass er bereits zusammengeklebt war:


Da man ihn so aber nicht wirklich gut bemalen/dekorieren kann, habe ich erst einmal alle Kästchen voneinander getrennt. Das war schon ein großes Unterfangen, da die Kästchen wirklich verdammt gut verklebt waren. Mit Cuttermesser, Schraubenzieher (als Hebel), Verzweiflung und viel Krafteinsatz waren die Kästchen dann endlich voneinander getrennt. Einige davon sind dabei ganz auseinander gebrochen, aber das war nicht weiter schlimm. Schlimmer war, das die Platten eingerissen waren:

 

Ich habe dann damit angefangen die Kästchen zu grundieren, da ansonsten die Farben nicht gut rausgekommen wären. Eine Schicht weiß, war eigentlich fast zu wenig, aber ich hatte dann wirklich keine Lust mehr, noch eine Schicht darauf zu machen.
Danach kam etwas Farbe darauf. Hier muss man wirklich gut aufpassen, dass man die Türchen offen lässt und die Farbschicht nicht zu dick aufträgt. Mir sind ständig die Türchen festgeklebt (trotz Aufpassens) und beim Aufmachen (aufbrechen) ist dann wieder die Farbe abgegangen etc. Irgendwann hatte ich dann die Nase voll davon und wollte ihn einfach nur mehr fertig haben.
Hier ein Foto mit den bunt bemalten Kästchen:
 

Danach habe ich die einzelnen Kästchen mit (hauptsächlich) Stickern und den Zahlen 1-24 verziert und aufeinander geklebt.
Das war die spaßigste Sache daran.
Am Ende hab ich noch eine Perlenkette um den Adventkalender gemacht und ich muss sagen, er sieht wirklich toll aus (wenn man nicht zu genau hinsieht, denn durch das auseinander brechen sind die Kästchen etwas beschädigt).

Hat sich die Mühe gelohnt? Hmm, ich muss für mich sagen: Nein.  Er sieht zwar jetzt toll aus, aber da war so viel Frust beim Basteln dabei, dass es sich meiner Meinung nach nicht lohnt. Basteln sollte Spaß machen und das war bei mir leider nicht mehr der Fall.
Ich hätte mich vielleicht doch für eine andere Variante der wiederbefüllbaren Adventskalender entscheiden sollen, die sehen etwas einfach aus :-)

Aber das war nur meine Erfahrung damit, vielleicht klappt es bei euch ja besser.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
MucklPu

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Mein Kromski Spinnrad


Hallo zusammen!

Mein Spinnrad ist nun vor kurzem angekommen. Geworden ist es das Kromski Sonata.
Punkte, warum ich mich für das Sonata entschieden habe:
  • Beim Spinnkurs konnte ich es testen und bin gut damit zurecht gekommen
  • Der Abstand zwischen den Pedalen ist für mich angenehm
  • Das Spinnrad ist zwar etwas teurer, das Zubehör ist allerdings günstiger als bei den anderen Rädern
  • Auswahl des Zubehör (Jumbo-Flyer, Faster-Flyer)
  • Wechsel der Spulen und der Flyer finde ich gut
  • Man kann es leicht verstauen (für ein Reisespinnrad ist es aber doch relativ groß)
  • Optisch gefällt es mir auch sehr gut

Ich habe mich für die klar lackierte Version entschieden. Der Preis dafür lag bei 389 €, gekauft bei www.wollhandwerk.at

Technische Daten und Lieferumfang Kromski Sonata
  • einfädiger Antrieb mit Spulenbremse
  • Treibraddurchmesser 50 cm
  • Einzugshöhe 78 cm
  • Einzugsöffnung 10 mm
  • Übersetzungsverhältnis 6,5:1, 12:1, 14:1
  • Kunststofflagerlager in den Spulen, 2 Kugellager im Treibrad, Lederlager für den Spinnflügel
  • Gewicht ca. 5,0 kg
  • Doppeltritt
  • 3 Spulen mit ca.120 g Spulenkapazität
  • 1 Spinnhaken
  • Abspulvorrichtung am Spinnrad (eingebaute Lazy-Kate)
  • Reisetasche

Ende November ist es bei mir eingezogen.  Hier ein paar Fotos vom Auspacken und aufbauen (inklusive einer Niddy Noddy):






Die mitgelieferte Anleitung ist etwa spärlich. Sie besteht hauptsächlich aus Bildern. Da ich aber wusste, wie das Spinnrad aussehen sollte, ging der Aufbau für mich aber doch ganz leicht.

Beim Anspinnen hat das Sonata dann etwas gequitscht.
Daher habe ich es nach Anleitung geölt und die Pedale gewachst. Es stand ganz fett in der Anleitung, dass die Pedale nicht zu ölen, sondern zu wachsen sind.
Das Quitschen im oberen Bereich wurde dadurch behoben, aber das Quitschen der Pedale wurde schlimmer und schlimmer. Auch erneuerliches Wachsen hat nichts gebracht. Daher habe ich das Sonata dann erst mal etwas enttäuscht in die Ecke geschoben.

Nach viel Googeln habe ich Widersprüchliches gefunden und war genauso klug wie zuvor. Manche schwören auf Wachsen, manche auf Ölen.
Ich wollte dann die Verkäuferin kontaktieren, da sie aber am Wochenende in der Nähe auf einem Adventmarkt war, habe ich mich entschlossen einfach dort vorbei zu schauen.
Sie hat dann gesagt: ölen nicht wachsen! Warum Kromski das in die Anleitung schreibt ist auch ihr ein Rätsel und sie wird es bei zukünftigen Bestellungen durchstreichen.

Zuhause angekommen hab ich mich daran gemacht, dass Wachs zu entfernen (einfach mit Wattestäbchen abgerieben) und die Scharniere zu ölen.
Und seitdem schnurrt mein Sonata wie ein Kätzchen :-)

Hier die Wolle, die ich bisher schon versponnen habe:


 Allerlei Spindellei
70% BFL, 30% Nylon
180g
  

Birches von Highland Handmades
100% Masham/Massam  

100 g, 82 m


Goldmarie von  woll-laden.at
70% Merino, 30% Seide
100 g, ca 226 m






Alles in Allem bin ich wirklich froh über den Kauf des Sonatas. Mein lieber Mann hat mir zu Weihnachten den Jumbo-Flyer  und eine zusätzliche Spule gekauft. Diese wurden auch schon brav genutzt.

Falls ihr noch Fragen zum Spinnrad/Spinnkurs/etc habt, könnt ihr euch gerne bei mir melden!

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
MucklPu